Sind Sie verletzt?
Unser Team ist für Sie jederzeit erreichbar. Wir bieten rasche Hilfe, um schnellstmöglich wieder fit zu sein.

Seitenbandverletzung

Die Seitenbänder dienen als wichtige Stabilisatoren des Gelenks.
Ein Riss des Seitenbandes führt zu einer Instabilität, die muskulär nicht ausgeglichen werden kann.
Je nach Rissform sind die konservative oder die operative Therapie möglich.
Häufig treten Kombinationsverletzungen wie die "unhappy triad" des Kniegelenks (Riss des vorderen Kreuzbandes, des inneren Seitenbandes sowie des inneren Meniskus) auf.
Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung, die weitere Abklärung mittels Röntgen und MRT.


Das Knie hat zwei Seitenbänder: ein inneres (Ligamentum collaterale tibiale) und ein äußeres (Ligamentum collaterale fibulare). In Streckstellung sind beide Seitenbänder (auch Kollateralbänder genannt) gespannt und verhindern somit die Drehbewegung, in Beugestellung verkleinert sich der Krümmungsradius, Ursprung und Ansatz nähern sich einander an und die Bänder sind infolgedessen entspannt. Beide Seitenbänder stabilisieren das Kniegelenk in seitlicher Richtung (Frontalebene), damit ein Wegknicken in eine O-Bein-Stellung (Genu varum) oder X-Bein-Stellung (Genu valgum) verhindert wird.

Das Innenband (Ligamentum collaterale tibiale bzw. mediale) ist ein dreieckiges, flaches Band, das breitflächig vom Aufsatz des inneren Oberschenkelknorrens (Epicondylus medialis femoris) zur Innenseite des Schienbeines (Facies medialis tibiae) verläuft. Es ist in die äußere Schicht der Gelenkkapsel eingebaut und mit dem Innenmeniskus verwachsen.

Es existieren drei verschiedene Fasergruppen:

Die vorderen langen Fasern ziehen vom Aufsatz des inneren Oberschenkelknorrens zur Innenseite des Schienbeines.
Die hinteren oberen kurzen Fasern strahlen in den Innenmeniskus ein.
Die hinteren unteren langen Fasern gelangen vom Innenmeniskus zum Schienbein.
Bei einem Riss des Innenbandes kann der Unterschenkel zur Seite bewegt werden („Aufklappphänomen“).

Das Außenband (Ligamentum collaterale fibulare bzw. laterale) ist ein kräftiges Band, das in seinem dorsalen Abschnitt zylinderförmig vom Aufsatz des seitlichen Oberschenkelknorrens (Epicondylus lateralis femoris) zum Wadenbeinkopf (Caput fibulae) zieht. Es hat keine feste Verbindung zur Gelenkkapsel und den Menisken.

Das 2013 beschriebene anterolaterale Ligament zieht vom gleichen Ursprung wie das Außenband zum anterolateralen Schienbein und ist dort mittig zwischen Wadenbeinköpfchen und Tuberositas tibiae verwachsen. Zudem ist es fest mit dem Außenmeniskus verbunden.[10]
Quelle: Wikipedia

zum Lexikon »