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Knorpel

Der Gelenksknorpel dient als Stossdämpfer.
Eine Schädigung kann durch akute Verletzungen oder durch zunehmende Abnützung entstehen.
Die Schädigung des Knorpels führt zu meist Belastungsabhängigen Schmerzen sowie häufig zu Schwellungen im Gelenk.
Die verringerte Schutzfunktion eines verletzten Knorpels führt wiederum zu einer beschleunigten Gelenksabnützung.
Der knorpelschaden wird in Grad I (leicht)- Grad IV (schwer) unterteilt.


Knorpelgewebe ist ein festes sowohl druck- als auch biegungselastisches, gefäßloses Stützgewebe, das in der Entwicklung zudem die Anlage des knöchernen Skeletts bildet. ist schneidbar und besteht wie die anderen Binde- und Stützgewebsarten aus Zellen und der sie umgebenden Interzellularsubstanz, die aus geformten und ungeformten Komponenten besteht.
Hyaliner Knorpel hat eine hohe Druckelastizität, deshalb findet man ihn überall dort, wo hauptsächlich Druckbelastungen auftreten (wie z. B. in den meisten Gelenkflächen). Die Chondrozyten liegen hier einzeln oder zu wenigen beieinander. Sie scheiden die durchsichtige Interzellularsubstanz aus (Zwischensubstanz, Extrazellularmatrix), in der sie selbst mit den kollagenen Fasern (hauptsächlich vom Typ II, auch Typ IX und XI) liegen. Da die Fasern denselben Brechungsindex wie die Interzellularsubstanz besitzen, erscheint der hyaline Knorpel im Lichtmikroskop meist als gleichmäßige Masse. Die Kollagenfasern sind hier also verdeckt (maskiert). Wenn mit dem Alterungsprozess jedoch die Interzellularsubstanz abnimmt, werden einige der Fasern wieder sichtbar. Man bezeichnet sie als Asbestfasern. Die Abgrenzung zum Faserknorpel muss dann über die Gestalt und Anordnung der Chondrozyten erfolgen.

Im hyalinen Knorpel finden sich schon frühzeitig Kalkeinlagerungen. Seine Gefäßarmut begünstigt, zusammen mit der oft hohen mechanischen Belastung, degenerative Prozesse. Im Gelenkknorpel fehlen das umgebende Perichondrium und damit auch die mesenchymalen Zellen, die zu Chondroblasten differenzieren können, sodass kaum Regeneration stattfinden kann. (Die Ernährung des Knorpels erfolgt über die Synovia.)

Hyaliner Knorpel kommt als Gelenk-, Rippen-, Nasenknorpel, in den Knorpelspangen der Luftröhre, in den Epiphysenfugen und im knorpelig präformierten Skelett vor. In der Hämatoxylin-Eosin-Färbung hat hyaliner Knorpel eine milchig-bläuliche Farbe.


Quelle: Wikipedia.de

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