Sind Sie verletzt?
Unser Team ist für Sie jederzeit erreichbar. Wir bieten rasche Hilfe, um schnellstmöglich wieder fit zu sein.

Knorpelschaden / Chondropathie

Chondropathie ist in der Medizin der Oberbegriff für pathologische Veränderungen des Gelenksknorpels.


Derartige Veränderungen können durch eine Vielzahl von Ursachen entstehen, also beispielsweise (post-)traumatisch, degenerativ oder entzündlich bedingt sein.

Zur Diagnosefindung werden MRT, die diagnostische Arthroskopie, sowie typische Veränderungen in konventionellen Röntgenaufnahmen von Gelenken verwendet.

Arthroskopisch wird folgende Form der Einteilung verwendet:
Grad 0: (normal) gesunder Knorpel
Grad 1: der Knorpel hat eine weiche Stelle oder Blasen
Grad 2: kleinere Risse im Knorpel sichtbar
Grad 3: Schädigungen (Läsionen) haben tiefe Spalten hinterlassen (über 50 % der Knorpelschicht)
Grad 4: der Knorpelriss zeigt den darunter liegenden (subchondralen) Knochen

Bedeutung kommt Größe und Lage des jeweiligen Defekts zu. So werden zum Beispiel Defekte, die kleiner als 2 cm2 sind, als klein betrachtet. Das Ausmaß des eine Chondropathie begleitenden Schmerzes korreliert in der Regel nicht mit dem Ausmaß des Gelenkknorpelschadens.[1
Da Knorpel frei von Nerven und Blutgefäßen ist, lösen flache Schäden oft keine Schmerzen aus. Wenn der Schaden zunimmt und der Knorpeldefekt den subchondralen Knochen erreicht, beginnt die Blutversorgung im Knochen eine Heilung im Defekt. Narbengewebe, das aus einem Faserknorpel genannten Knorpeltyp besteht, wird dann gebildet.

Knorpelschäden zeigen eine sehr geringe Fähigkeit zur Selbstheilung, so dass kleine Gelenkknorpeldefekte mit der Zeit unbehandelt fortschreiten können. Ein Gelenkknorpeldefekt, der zu Anfang vielleicht klein ist, hat immer noch das Potenzial, einen physikalischen und chemischen „Dominoeffekt“ auf den umgebenden „normalen“ Gelenkknorpel zu haben.


Quelle: Wikipedia.de

zum Lexikon »