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Kreuzband

Die Kreuzbänder (lat.: Ligamenta cruciata genus) gehören, neben dem Außenband (Ligamentum collaterale fibulare) und dem Innenband (Ligamentum collaterale tibiale) zum Bandapparat des Kniegelenks der Säugetiere.


Sie kreuzen sich im Zentrum des Kniegelenks, wodurch sie ihren Namen haben. Ihre Aufgabe ist, zusammen mit den anderen Strukturen des Knie-Bandapparates, die Stabilisierung des Gelenks bei jeder Bewegung.

Anatomie
Strenggenommen und rein anatomisch liegen die Kreuzbänder nicht im Kniegelenk, sondern außerhalb der Gelenkflächen (extraartikulär). Dies begründet sich dadurch, dass sie durch den Gelenkschleimhautsack (Synovialsack) zu den Gelenkflächen hin abgegrenzt werden. Dieser Synovialsack umschließt mit seiner Außenseite lediglich die vorderen und seitlichen Anteile der Kreuzbänder, daher spricht man von retrosynovialer Lage. Entwicklungsgeschichtlich hat man festgestellt, dass die Kreuzbänder von hinten in den Gelenkbereich einstrahlen und nicht umgekehrt, was ihre Lage außerhalb der Synovialmembran erklärt.

Struktur
Die Kreuzbänder bestehen, wie andere gelenkbegleitende Bänder auch, aus straffen, kollagenen Faserzügen. Sie liegen parallel zueinander in sogenannten Faserbündeln, die locker durch Bindegewebe miteinander verbunden sind. Dort, wo sie an Knochen ansetzen (Insertion), verändert sich ihre Faserstruktur und -anordnung in Richtung der Knochenhaut (Periost), die ebenfalls aus sehr straffen kollagenen Fasern besteht, die jedoch stark vernetzt sind. Ihre Blutversorgung erhalten sie vor allem aus der A. genus media.


Quelle: Wikipedia.de

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