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Schulterluxation

Unter einer Schulterluxation oder Schultergelenkluxation (lateinisch luxatio humeri, luxatio glenohumeralis) versteht man eine Ausrenkung (Luxation) des Schultergelenks.


Die Schulterluxation ist eine der häufigsten Luxationen der großen Gelenke. Sie kann durch einen Unfall (traumatische Luxation) oder anlagebedingt (habituelle Luxation) verursacht sein. Symptome sind eine Einschränkung der Beweglichkeit im Schultergelenk, Schmerzen und eine veränderte Schulterform. Die Therapie erfolgt nach dem Ausschluss von Knochenbrüchen mittels Röntgenbildern durch eine Reposition. Eine operative Therapie kann bei Komplikationen und wiederholten Luxationen notwendig werden.

Eine traumatische Luxation wird durch eine hebelnde Krafteinwirkung auf den gestreckten Arm verursacht, typischerweise von vorne bei Außenrotation und Abduktion, wie z. B. beim Handballspieler mit ausgestrecktem Wurfarm oder beim Abfangen eines Sturzes. Die erstmalige Luxation tritt meist beim jungen Erwachsenen auf. Nach einem solchen Trauma können schon bei geringeren Kräften rezidivierende Luxationen auftreten. Die Gründe dafür sind verbliebene Schäden am Kapsel-Band-Apparat, Abriss des labrum glenoidale (Bankart-Läsion), Knochenbrüche (Frakturen sowie Knorpel-, Muskel- und Nervenschäden).

Für die habituelle Luxation werden prädisponierende Faktoren verantwortlich gemacht, obgleich die Ätiologie und Pathogenese bis heute nicht vollständig geklärt sind. Dies können unter anderen Anomalien der Gelenkkapsel, Fehlbildungen der Gelenkpfanne, Bindegewebsschwäche (Ehlers-Danlos-Syndrom, Marfan-Syndrom) oder Fehlinnervation der Muskulatur sein. Die Erstluxation ist meist nach vorne gerichtet und tritt vorwiegend bei jungen Patienten ohne adäquates Trauma auf.
Nach der Richtung der Luxation unterscheidet man vier verschiedene Luxationsformen. Die vordere Schulterluxation (lat. luxatio subcoracoidea) ist mit über 90 % die häufigste Schulterluxation. Eine Luxation nach hinten unten wird als luxatio infraspinata bezeichnet. Bei der luxatio infraglenoidalis bzw. axillaris ist der Oberarmkopf nach unten (lat. kaudal) ausgerenkt. Eine seltene Luxation ist die luxatio erecta, bei der der Oberarmkopf ebenfalls nach kaudal ausgekugelt ist bei zusätzlich senkrecht nach oben gehaltenem Arm.

Symptome
Das Schultergelenk ist federnd fixiert, es besteht ein Spontan- und Bewegungsschmerz. Der Arm steht bei der vorderen Luxation meist in Abduktion und Außenrotation und wird mit dem gesunden Arm gehalten. Die Schulterkontur ist eher eckig, da der Musculus deltoideus bei nach kaudal verschobenem Oberarm straff über das Acromion gespannt wird. Die Gelenkpfanne ist leer und der Humeruskopf in den Weichteilen zumeist unterhalb der äußeren Clavicula tastbar. Bei der Schädigung von axillären Gefäßen oder Nerven kommt es zu Störungen der Durchblutung, Motorik und Sensibilität im Arm.

Quelle: Wikipedia.de

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